Rettungswache noch nicht fertig, aber schon Parkverbot

Der Landkreis ist schnell, da kann man nicht meckern. Innerhalb kurzer Zeit hat der Landrat einen neuen Beigeordneten präsentiert, nach dem sein Wunschkandidat Drescher im Kreistag durchgefallen ist. Auch beim Bau der Rettungswache in Schulzendorf legt der Landkreis ein enormes Tempo vor. Kaum wurde das Land von der Gemeinde gekauft, lag auch schon die Baugenehmigung vor und das Richtfest wurde gefeiert. Auf die Eröffnung der Rettungswache muss man nun wohl auch nicht mehr lange warten. Die uneingeschränkte Ausfahrt wird schon durch ein entsprechendes Schild gesichert. Es steht zwar noch kein Fahrzeug drin, aber in der Ausfahrt darf man schon nicht mehr parken.

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis von der Rettungswache im Alt-Dorf die Fahrzeuge mit lauten Sirenen zum Einsatz fahren. Die Nachbarn werden sich freuen.

Mit Unfällen muss man in der Dorfstraße wohl auch rechnen, denn die vielbefahrene Dorfstraße kann eigentlich eine weitere Ausfahrt nicht gebrauchen.

Es wird höchste Zeit, dass sich der Gemeinderat um die Umfahrung des Alt-Dorfes kümmert, damit die Rettungswache eine neue Ausfahrt bekommt. Die neue Ausfahrt könnte dann idealerweise gleich für die Einsätze rund um Schulzendorf genutzt werden. Die Dorfstraße könnte dann entlastet werden. Eine Umfahrung würde noch dazu die Entlastung vom Durchgangsverkehr fördern. Dann könnten die alten Projekte im Alt-Dorf umgesetzt werden. Dort sollten einmal ein Café, ein Hotel und eine Freiluftbühne entstehen. Das könnten die nächsten Pläne für den Gemeinderat werden.

Nun wurde auch der Bürgermeister entlastet

Nach dem zum Beginn des Jahres die Jahresabschlüsse 2015 bis 2018 beschlossen wurden, hat der Gemeinderat einen Monat später auch den Bürgermeister entlastet. Der Gemeinderat hat es sogar geschafft, alle Tagesordnungspunkte der Sitzung am selben Abend zu behandeln und Entscheidungen zu treffen. In den vergangenen Monaten reichte die Zeit nicht aus, alles zu behandeln. Offensichtlich gab es in den Sitzungen endlose Debatten ohne Entscheidungen und spätere Punkte konnten nicht mehr behandelt werden. So schleppte man Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung.

Gleichzeitig hat der Gemeinderat beschlossen, auch den Jahresabschluss 2019 verkürzt erstellen zu lassen. Dann könnten die Abschlüsse 2019 und 2020 gemeinsam erstellt werden und man wäre dann auf dem aktuellen Stand.

Das nächste große Thema wird wohl der Haushalt 2021 sein. Der wurde ja noch immer nicht beschlossen, ja noch nicht einmal von der Verwaltung vorgelegt. Große Pläne sollte der Haushalt 2021 ja nicht haben. Man müsste eigentlich genug mit dem Schulanbau und dem Kitabau zu tun haben. Dann sollen ja noch Gehwege gebaut und Straßenlaternen aufgestellt werden. Vielleicht war dieser volle Arbeitsplan Grund dafür, dass in der letzten Gemeinderatssitzung das Multisportfeld abgelehnt wurde. Langsam scheinen einige Gemeinderäte zu verstehen, dass eine so kleine Verwaltung nicht mehrere Bauprojekte gleichzeitig durchführen kann. Es ist also sinnvoll, dass die Projekte schön nacheinander umgesetzt werden.

Die Entlastung des Bürgermeisters bedeutet, dass man im Großen und Ganzen mit der Haushaltsführung des Bürgermeisters einverstanden ist. Einige offenbar nicht, die sogar Unterschiede der Haushaltsführung von Jahr zu Jahr erkannt haben. Denn das Abstimmungsergebnis war in den Jahren 2015 bis 2018 nicht immer gleich. Mit dem Jahr 2015 waren fünfzehn Gemeinderäte zufrieden. Mit den anderen Jahren nur noch dreizehn. Gegen die Entlastung für 2015 hat niemand gestimmt, gegen die Entlastung für 2016 und 2017 waren einer und gegen die Entlastung für 2018 sogar zwei Gemeinderäte. Es gab natürlich auch Gemeinderäte, die sich gar nicht entscheiden konnten. Leider wurde nicht bekannt, warum Gemeinderäte gegen die Entlastung stimmen, das wäre ja mal interessant.

Schulzendorf, ein teures Fleckchen

Die aktuellen Bodenrichtwerte für Schulzendorf sind veröffentlicht worden. Auf der Internetseite der Gemeinde stehen die Richtwerte für Schulzendorf Nord, Mitte, Süd, Altdorf, Mühlenschlag und Ritterschlag. Die Richtwerte ergeben sich aus den durchschnittlichen Verkaufspreisen der tatsächlichen Verkäufe im Jahr. Die Grundstücke in Schulzendorf werden jährlich immer teurer gehandelt. Im Ritterschlag kostete der Quadratmeter noch in 2018 200 Euro, in 2019 schon 300 Euro und in 2020 bereits 400 €. Das muss man sich einmal vorstellen, 400 Euro für einen Quadratmeter Boden, um sich darauf ein Haus zu bauen. Ja klar, die Grundstücke im Ritterschlag sind winzig, aber so viel Geld für so wenig Fläche?

Vor einiger Zeit hatte die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, dass hier in der Region die reichsten Menschen in Zeuthen wohnen. Also, das Durchschnittseinkommen wäre in Zeuthen am höchsten. Wer aber in Schulzendorf wohnen möchte, muss nun auch einen Batzen Geld hinlegen. Das bedeutet aber nicht, dass nur noch reiche Menschen nach Schulzendorf ziehen. Es werden wohl weiterhin Durchschnittsverdiener sein, die aber nur noch kleine Grundstücke haben werden.

Einen riesigen Gewinn machen bestimmt die Firmen, die den Ritterschlag vermarkten. Offensichtlich verlangen Sie von Jahr zu Jahr mehr für die kleinen Grundstücke und sie werden ihnen aus den Händen gerissen. Es wird Zeit darüber nachzudenken, ob man sein eigenes Grundstück verkauft. Erst vor 20 Jahren hat man darüber geschimpft, dass die Flughafenstandortentscheidung einer Enteignung gleichkomme, weil die Grundstückspreise wegen des zu erwartenden Lärms in den Keller fallen werden. Und nun das. Trotz Fluglärm, der jetzt ehrlicherweise gar nicht existiert, bekommt man jetzt mehr Geld für sein Grundstück als vor 20 Jahren. Also, jetzt schnell verkaufen, so lange wie der Lärm nicht da ist und die Preise hoch sind!

Grundstücke im Außenbereich kosten nur 110 Euro pro Quadratmeter. Wo auch immer der Außenbereich ist, man sollte sich da schnell Grundstücke kaufen, so lange wie die Preise niedrig sind. Später kann man sie ja bebauen und wieder für viel Geld verkaufen. So wird man reich!

Satireausgabe der MAZ?

Die Märkische Allgemeine Zeitung versorgt die Region mit Nachrichten der Bereiche Politik, Kultur, Sport, Dahmeland, Land und Leute in mehr oder weniger hoher Qualität. Die Beiträge aus dem Dahmeland sind von Beiträgen über den Dauerstreit der Stadtverordneten und dem Bürgermeister in Königs Wusterhausen bestimmt. Schon bei diesen Beiträgen neigt man wegen der Inhalte zur Frage, soll man da noch lachen oder schon weinen. Bei der Samstagsausgabe vom 30. Januar kann man sich nicht mehr sicher sein, ob die gesamte Ausgabe der Satire dient oder für den 1. April bestimmt ist. Die Diskussion und einzelne Argumente über Wahlplakate zur Abwahlinitiative gegen den Bürgermeister in Königs Wusterhausen erscheinen schon teilweise lustig. Aber andere Beiträge können doch nur Satire sein.

Da ist die Frau Theuergarten, die als ehemalige Konsummitarbeiterin erkennt, wie unfähig die Beteiligten an der „Impfgeschichte“ sind. Noch dazu fühlt sie sich benachteiligt, weil es einen Impfstoff geben soll, der nicht für sie bestimmt ist. Sie ist zu alt aber den Wettstreit über die Anzahl der Vorerkrankungen würde sie doch wohl gewinnen.

Und der Beitrag über das Jungmodel Alexander Röschel im Sportteil, der eine Karrierechance in der Zusammenarbeit mit Dr, Sindsen sieht, ist doch wohl unterirdisch. Als Karrieresprunbrett soll der Kontakt zu dem Jogginghose und Simpsonhausschuhe tragenden Möchtegernmodedesigner Eric Sindermann dienen. Dessen Lebenstraum ist es , in einem Atemzug mit Karl Lagerfeld, Wolfgang Joop und Harald Glööckler genannt zu werden. Wer braucht diesen Beitrag?

Bei den Traueranzeigen haben sich die Gestalter der MAZ auch Fehltritte geleistet. Man sollte erwarten können, dass die Kunden gerade in diesem sensiblen Bereich gut beraten und vor Ausrutschern bewahrt werden. Die Grafik der Traueranzeige für „Coca“ Holger Lukas ist unmöglich. Soll dort ein Berggipfel, ein Gesicht oder etwa ein Fisch dargestellt werden? Der Anglerverein am Miersdorfer See war auch schlecht beraten, für seine Traueranzeigen das Vereinsemblem zu verwenden. Das wirkt, als ob die Rückseite durchschimmert, und den Text kann man kaum lesen. Das wird dem Andenken der Verstorbenen nicht gerecht.

Liebe MAZ, bitte prüfe vor der Veröffentlichung, ob die geplanten Beiträge für eine Veröffentlichung geeignet sind und ob die Welt von dem erfahren muss, was bei Dir über den Ticker eingegangen ist. Versuche bitte ein höheres Niveau zu erreichen und zu halten.

Wie geht das denn?

Wilde Wasserschildkröte in Schulzendorf

Winter 2021, Temperaturen um die zwei Grad, kaum Sonne! So sieht es jetzt gerade in Schulzendorf aus. Wasserschildkröten sollen aber bei etwa 28 Grad Celsius gehalten werden. Im Winter besteht die Gefahr einer Lungen- oder Nierenentzündung, die zum Tode führen kann.

Das scheint die kleine Wasserschildkröte im Graben an der Brücke der Luxemburgstraße nicht zu wissen. Neugierig lukt der kleine Kopf aus dem Wasser, als ob sie nach einer Leckerei fragen möchte. Wie ist sie wohl dort hingekommen? Sicher wird sie nicht eingewandert sein. Bestimmt hat sie jemand in einem Zoohandel gekauft und jetzt ausgesetzt. Über dieses fiese Verhalten muss man hier nicht lange diskutieren. Das ist verantwortungslos. Offensichtlich scheint sie aber trotz der widrigen Bedingungen zurecht zu kommen. Vielleicht hat sie ja auch einen Partner und arbeitet an der Fortpflanzung. Dann könnte der Graben von Wasserschildkröten besiedelt werden. Als nächstes erwarten wir Giraffen und Elefanten. Das wäre doch etwas, man bräuchte keine Zoos, um interessante Tiere sehen zu können.

Naja, bis dahin nehmen wir vorlieb mit Herrn Fuchs und Frau Elster, die schon immer bei uns wohnen.

Gemeinderat will eine Oberschule bauen

Im Schulzendorfer Gemeinderat diskutiert man gerade über den Bau einer Oberschule. Die Erweiterung der Grundschule hat noch nicht einmal begonnen und schon hat man das nächste Projekt im Auge. Straßenlaternen, Gehwege und eine Kita sollen ja auch noch gebaut werden, da hat der Bürgermeister ja schön zu tun. Als man sich für den Kitabau entschieden hat, gab es schon Problem bei der Wahl des Standorts. Das Grundstück mit dem alten Rathaus durfte nicht verwendet werden, weil dort Wohnungen entstehen sollen. Ach stimmt ja, Wohnungen sollen auch noch gebaut werden.

Nun sucht man einen Standort für die Oberschule. Da geht es ja nicht nur um ein Gebäude mit Klassenräumen, sondern auch um einen Schulhof und eine Sporthalle. Solch ein Projekt kann bestimmt um die 30 Mio. Euro kosten. Bis jetzt hat noch keiner gesagt, wer das bezahlen soll. Mit der Schulerweiterung und der Kita müsste das Sparbuch der Gemeinde alle sein. Bestimmt kann man einen Kredit aufnehmen. Der muss aber auch abgezahlt werden und so eine Schule kostet ja auch etwas im Unterhalt.

Für einen Schulstandort müssten Grünflächen geopfert werden. Man kann sich schon einmal umsehen, welchen Wald oder welchen Acker man dafür opfern will. Die Fläche muss auch gekauft werden.

Man weiß aber noch gar nicht, ob Schulzendorf überhaupt genügend Schüler hat, die dann diese Schule besuchen sollen. Wenn die Schulzendorfer Schüler dann nur noch in Schulzendorf zur Schule gehen, wird es in den Schulen der Nachbargemeinden leerer. Dann muss man sehen, ob sich der Betrieb der anderen Schulen noch lohnt. Manchmal kann man glauben, dass die Gemeinderäte in Schulzendorf immer tolle Idee und Pläne haben, sich aber gar keine Gedanken machen, wie man diese Ideen und Pläne umsetzen kann. Der Wettbewerb, den Einwohnern ein Geschenk nach dem anderen machen zu wollen, läuft auf hohen Touren. Sind denn bald wieder Wahlen?

Die hohe Schule der Meinungsmanipulation

Michael Wolff zeigt der Welt wieder einmal, wie man die Meinung von Menschen manipulieren kann. In den Beiträgen auf seiner Internetseite www.schulzendorfer.de werden Themen fürchterlich aufgebauscht, ohne dass es tatsächlich ein berichtenswertes Ereignis gibt. Dinge werden angedeutet und der Leser verbindet mit den präsentierten Begriffen einen Zusammenhang, den es gar nicht gibt. So funktioniert das: „Schimmel in der Kita?“ Allein diese Frage reicht aus, dass der Leser in seinem Kopf abspeichert, dass es in der Kita Schimmel gibt und alle Kinder gefährdet sind. Weiterlesen →

Wer hat Angst vorm bösen Wolf(f)?

Wer sich mit dem Wolf(f) anlegt muss mit bitteren Konsequenzen leben. Diese Erfahrung musste bereits die Gemeindevertreter Dieter Gronau und Andreas Hoffmann machen. Jüngstes Beispiel ist nun Sabrina Anlauf. Frau Anlauf ist ganz neu im Gemeinderat und schaut kritisch auf Dinge, die andere inzwischen als selbstverständlich ansehen. So möchte Frau Anlauf beispielsweise nicht, dass Fotos von ihr im Internet erscheinen, schon gar nicht auf der Seite www.schulzendorfer.de. Weiterlesen →

Worum geht es Politikern eigentlich?

In der MAZ vom 1.11.2012 war zu lesen, dass in der Landtagsfraktion der CDU die Wahl der Vizechefin in Frage gestellt wird. Die Wahl soll manipuliert worden sein. Vor wenigen Tagen wurde berichtet, dass bei der Wahl der Bundestagskandidaten vermehrt Eintritte (Familienangehörige?) in die Partei in einem Bezirk verzeichnet wurden und man dies als Beeinflussung der Wahl gewertet hat. Weiterlesen →

Was ist schon Wahrheit? Ein Kommentar

Auf der Internetseite der Gemeinde Schulzendorf steht, dass Michael Wolff im Rechtsstreit um seine Veröffentlichungen auf Schulzendorfer.de verurteilt wurde, falsche Aussagen zu löschen. Wenn ich das richtig deute, wird aus dem Urteil zitiert. Herr Michael Wolff sieht das aber anders. Er sprach in seinem Beitrag vom 23.03.12 vom Maulkorberlass. Weiterlesen →

Maulkorb, Wahrheit, Zensur und Manipulation

Die Schulzendorferin hat folgenden Leserbrief erhalten:

„Liebe Schulzendorferin,

erbost musste ich den Artikel Ausschusssitzung: In der Kitadebatte rastete Bürgermeister Mücke aus! (auf der Internetseite www.schulzendorfer.de, die Red.) lesen. Er ist halt so geschrieben, das die geistig Minderbemittelten mit ihren Kommentaren sich wieder auf „Anti Mücke“ einschießen konnten. Ich wollte dazu was schreiben, leider wurde dieser Kommentar nicht veröffentlicht: Weiterlesen →