CDU will Bäume pflanzen

Das ist schon lustig. Erst behauptet Joachim Kolberg, Chef der CDU in Schulzendorf, dass das Klima in Schulzendorf doch gut sein, man brauche keinen Klimaschutzbeauftragten und dann will man Bäume pflanzen, um das Klima zu verbessern.

Von Anfang an: Vor einigen Monaten haben die Grünen im Gemeinderat vorgeschlagen, einen Klimaschutzberater einzustellen. Der sollte gefördert werden, also nur wenig Geld kosten, könne aber klimatechnische Schwachstellen in Schulzendorf entdecken und Programme erstellen, diese Schwachstellen zu beheben. Er könne auch Fördergelder einwerben, um diese Projekte umzusetzen. Dagegen hat sich die CDU sehr engagiert gewehrt. Man wisse selbst, wo Schwachstellen sind, man könne selbst Projekte zum Klimaschutz erarbeiten, das Klima ist doch toll. Damals vermutete man, die CDU möchte nur einen Vorschlag der Grünen ablehnen. Tatsächlich erhielt der Vorschlag der Grünen keine Mehrheit. Die Verhinderung des Klimaschutzbeauftragten haben die Grünen Kolberg bei jeder Gelegenheit vorgehalten. Nun geht er in die Offensive und möchte sein Herz für die Natur präsentieren. Erst bringt er einen Beschluss hervor, nach dem auf allen öffentlichen Gebäuden Photovoltaikanlagen gebaut werden sollen. Nun möchte Kolberg Bäume pflanzen.

Der Druck, sein Klimaschutzimage aufbessern zu müssen, scheint wohl immer größer zu werden. Denn Kolberg schlägt vor, dass die Gemeinderäte mit Verwaltungsmitarbeitern zusammen Bäume pflanzen sollen. Das soll zur Akzeptanz des Verwaltungshandeln führen.

Der Text des Vorschlags, den man auf der Internetseite der Gemeinde einsehen kann, wirkt, als wurde er von einem Grundschulkind geschrieben. Der Inhalt ist nicht minder niveaulos. Das haben aber auch die anderen Gemeinderäte gemerkt. Man hat den Text im Ortsentwicklungsausschuss so hart kritisiert, dass ihn Kolberg zurückgezogen hat und nun umformulieren will. Wenn man sich die Klimaschutzvorschläge der CDU so ansieht, muss man feststellen, es war ein riesengroßer Fehler, den Klimaschutzmanager abzulehnen. Jetzt muss man sich eben mit solch einem Quatsch beschäftigen.

Farbenblinde Verkehrsaufsicht

Über Behörden wird ja gerne geschimpft. Entscheidungen über Regelungen im Straßenverkehr werden gerne in Zweifel gezogen und die Entscheidungsträger für verrückt erklärt. Der normale Bürger weiß es nämlich besser und die da oben haben gar keine Ahnung. Die Rechte der Bürger werden immer mehr eingeschränkt, damit die da oben mehr Möglichkeiten haben, sich zu bereichern und die Bürger zu unterdrücken. Das kennt man ja, gerade jetzt in der Zeit, in der der Sinn der Coronaregeln von den Aluhelmträgern bekämpft werden. Sind die Entscheidungsträger aber auch so verrückt, dass sie neue Straßenschilder erfinden oder sind sie einfach nur farbenblind?

Seit kurzer Zeit steht in Schulzendorf ein grünes Stopschild. Es heißt, dieses Schild fordert den Autofahrer auf, beim Halten an dem Stopschild den Motor auszumachen. Grün stünde für Natur und die Natur schützt man, wenn man beim lange Stehen den Motor ausmacht.

Andere behaupten, es wurde einfach eine falsche Bestellung ausgelöst oder der Auftraggeber ist farbenblind. Wieder andere glauben, die Aufforderung zum Halten ist bei einem grünen Schild nur halb so ernst gemeint. Ja, man soll halten, aber man kann schnell wieder weiter fahren.

Die Lösung ist noch nicht bekannt. Vielleicht wird es im nächsten Gemeindekurier, dem Amtsblatt der Gemeinde, eine Lösung geben und die Sache wird aufgeklärt. Vielleicht ist es aber auch ein Anschlag der Grünen, die einfach aus Werbegründen die Straßenschilder anmalen.

Man kann natürlich auch einfach im Rathaus nachfragen, da ist man für die Aufstellung der Straßenschilder verantwortlich, die Telefonnummern stehen auf der Internetseite des Rathauses.

Covid-19-Quarantäne nach Urlaubsreise

Jetzt ist es so weit, jeder Einzelne muss Verantwortung für seine Freunde, Bekannten, Arbeitskollegen und Nachbarn übernehmen. Wer aus dem Urlaub aus einem Risikogebiet kommt muss zwei Wochen freiwillig in Quarantäne gehen oder sich auf Covid-19 testen lassen, bevor er wieder zur Arbeit geht. Die Testergebnisse gibt es erst nach zwei Tagen. Es müssten also alle Urlauber, die im Ausland waren, einige Tage bis zu zwei weitere Wochen Urlaub eingeplant haben, damit sie sicher sein können, niemanden anstecken zu können. Doch wer macht das schon?

Die Urlaubstage sind doch immer zu wenig, so wie auch immer der Lohn zu gering ist. Es plant doch niemand ernsthaft zwei weitere Wochen Urlaub ein, um nach der Urlaubsreise zu Hause zu warten, ob man infiziert ist oder nicht. Wo doch der Urlaub vielleicht schon durch die Kinderbetreuung während der Kita- und Schulschließungen fast aufgebraucht ist. Das verantwortungsvolle Mitglied der Gesellschaft bleibt aber nach der Auslandsreise zu Hause. Der mitdenkende Mensch ist im Gewissenskonflikt. Ja, stimmt, ich war im Ausland, ich könnte mich angesteckt haben. Ach was, wir hatten doch immer einen ausreichenden Abstand. Naja, an dem einen Abend stand ich schon sehr dicht bei den anderen. Und beim Tanzen, das war lustig als wir uns alle umarmt haben. Ach was, die anderen sahen so ordentlich aus, die hatten bestimmt kein Covid-19. Und als wir uns an der Poolbar den All-inclusiv-Drink geholt haben, standen wir auch dicht. Nein, die anderen haben sich ja weggedreht. Ich habe mich schon nicht angesteckt, ich habe aufgepasst. Wie damals in Ischgl. Unsicher bin ich aber doch, aber deshalb werde ich doch nicht zwei weitere Wochen Urlaub nehmen. Das wird schon gut gehen.

Und die unauffällige Familie aus Cottbus, die das Virus wieder in die Stadt gebracht hat?

Da muss doch der Staat aufpassen. Der muss doch Regeln aufstellen. Warum kommt man denn erst jetzt darauf?

Der Staat muss sowieso besser aufpassen, ob alle ihre Maske tragen. Erst letztens war doch wieder eine bei EDEKA ohne Maske. Da muss man doch eingreifen. Kontrolliert denn die Gemeinde nicht? Wo sind die überhaupt? Wenn man mal ein paar Tage Baumaterial vor dem Grundstück lagert, gibt es gleich eine Strafe. Aber die Einhaltung der Hygieneregeln zu überprüfen, das macht wieder keiner.

So ist es eben, die Leute sollen besser aufpassen und verantwortungsvoller sein, damit ich in Ruhe in den Urlaub fliegen kann. Wenn alle anderen aufgepasst haben, kann ich ja nicht angesteckt sein und kann keinen anderen anstecken. So funktioniert die Welt!

Victoria in Schulzendorf

Einigen Anwohnern ist sie schon aufgefallen, ein Botaniker hat die Vermutung nun bestätigt. Victoria, eine Gattung der Seerosengewächse, ist in dem Tümpel an der Jahnstraße in Schulzendorf endeckt worden. Die Riesenseerose, die außergewöhnlich große Blätter hervorbringt, scheint sich in Schulzendorf angesiedelt zu haben. Wandtellergroße Blätter mit einem aufrecht stehenden Rand schwimmen auf dem Wasser. Auf besoders große Exemplare können sich sogar Kinder legen und werden nicht nass. So jedenfalls zeigen es Bilder im Internet.

Das Grünflächenamt des Rathauses rätselt, wie sich diese Seerose hier verbreiten konnte. Bisher vermutet man, dass ein Ableger aus Südamerika eingeführt wurde und in den Tümpel an der Jahnstraße Ecke Paarmannstraße eingesetzt wurde. Besonders interessant ist es, dass sich diese Seerose hier unter den gegebenen Bedingungen entwickeln und behaupten konnte. Offensichtlich sind die klimatischen Bedingungen in Schulzendorf ausreichend. Nun soll beobachtet werden, ob sich die Riesenseerose mit den heimischen Wasserpflanzen verträgt. Es ist zu befürchten, dass sich der Eindringling so breit macht, dass die heimischen Pflanzen aufgeben werden. Durch das Bedecken der Wasseroberfläche durch die riesigen Blätter kann das Sonnenlicht nicht mehr in das Wasser eindringen, was zu weiteren Komplikationen in dem Ökosystem führen kann.

Für den Südamerikareisenden, der die Risesenseerose eingeführt hat, kann es noch unangeenehme Konsequenzen geben. Denn das Einführen dieser Seerosenart und die Ausfuhr aus einige südamerikanischen Ländern ist nämlich verboten. Die Reisenden aus Südamerika werden in den nächsten Tagen entsprechend überprüft. Schon vor den Reiseeinschränkungen durch Covid-19 wurden die Namen und Adressen der Urlauber aus Südamerika an den Berliner Flughäfen gespeichert. Diese Daten werden jetzt gesichtet und die Reisenden aus Schulzendorf werden jeweils aufgesucht und befragt. Dem, der die Pflanze illegal eingeführt hat, droht eine Geldstrafe ab 1000 Euro.

Kunst oder Werbung?

So manche Gemeinde ist mit unerwünschten Kunstwerken gesegnet. Kunstwerke, die niemand bestellt hat, die der Gesellschaft aber unfreiwillig aufgedrückt werden. Gemeint sind Sprüherzeugnisse von meist jungen Menschen, die auf fremden Wänden präsentiert werden. Neben den weit verbreiteten Tags begegnet man immer häufiger richtigen Bildern und Botschaften. Zugegeben, einige Bilder sehen schon toll aus. Leider müssen aber einige Künstler lange üben, bis sie ein schönes Bild sprühen können. Bis dahin muss man wohl mit den Kunstversuchen leben.

Einer dieser Künstler hat einen Verteilerkasten am Lieferparkplatz hinter ALDI mit einer Botschaft versehen. Vermutlich möchte uns der Künstler die Liebe nahebringen, denn das Gekritzel könnte „Love“ bedeuten. Vielleicht haftet das Kunstwerk schon seit 2018 an dem Verteilerkasten. Das kann man aus dem Tag mit dieser Zahlenkombination deuten. So oft kommt man an der Rückseite von ALDI nicht vorbei. Vielleicht bedeutet die 2018 aber auch nur, dass der Sprayer erst in 2018 der Künstlerszene beigetreten ist.

Jedenfalls wirbt der Sprayer wohl für mehr Liebe. Das ist schön. Ganz oft wird für Liebe auch in Verbindung mit Frieden geworben. Das bietet sich an. Es ist nicht bekannt, ob dieser Künstler das auch vor hatte. Er hat das „O“ von Love gleich noch verändert dargestellt. Weiterlesen →

Gemeinderat tagte noch einmal vor dem Sommer

Selbst die Sitzungstermine des Gemeinderats litten unter dem Coronavirus. Einige Sitzungen fielen aus oder wurden verschoben. Die letzte Sitzung des Gemeinderats fand im Juni statt und hatte aber trotzdem keine sehr lange Tagesordnung. Eigentlich war die Tagesordnung eher kurz. Vielleicht hat man sich nur auf die wichtigsten Themen beschränken wollen. Wenn man sich die Tagesordnung aber ansieht, kann man diese Theorie nicht bestätigen. Man hat eine Haushaltssperre aufgehoben, damit ein Feuerwehrauto gekauft werden kann. Das war bestimmt wichtig. Wenn das Geld für ein notwendiges Fahrzeug nicht reicht, muss eben mehr Geld freigegeben werden.

Eine Prüfung, ob Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Dächern gebaut werden können, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt nicht sehr wichtig. Bestimmt kann man solche Anlagen auf Dächern errichten, es fragt sich nur, wie aufwändig das sein wird. Vielleicht sollte man sich erst um die bereits beschlossenen Projekte kümmern, als schon wieder neue zu starten.

Es wurde dann eine neue Feuerwehrsatzung beschlossen. Die alte Satzung war wohl sehr alt, da kann man schon mal auch in Coronazeiten eine neue Satzung beschließen.

Ganz wichtig scheint es aber zu sein, einen Vertrag mit der kommunalen Arbeitsgemeinschaft des Dialogforums zu schließen. Was auch immer diese Arbeitsgemeinschaft macht, der Vertrag muss offensichtlich ganz bestimmte Inhalte haben, sonst darf Schulzendorf nicht mitmachen. Eine Arbeitsgemeinschaft wird wohl keine schwerwiegende Dinge entscheiden. Weiterlesen →

Die hohe Schule der Meinungsmanipulation

Michael Wolff zeigt der Welt wieder einmal, wie man die Meinung von Menschen manipulieren kann. In den Beiträgen auf seiner Internetseite www.schulzendorfer.de werden Themen fürchterlich aufgebauscht, ohne dass es tatsächlich ein berichtenswertes Ereignis gibt. Dinge werden angedeutet und der Leser verbindet mit den präsentierten Begriffen einen Zusammenhang, den es gar nicht gibt. So funktioniert das: „Schimmel in der Kita?“ Allein diese Frage reicht aus, dass der Leser in seinem Kopf abspeichert, dass es in der Kita Schimmel gibt und alle Kinder gefährdet sind. Weiterlesen →

Wer hat Angst vorm bösen Wolf(f)?

Wer sich mit dem Wolf(f) anlegt muss mit bitteren Konsequenzen leben. Diese Erfahrung musste bereits die Gemeindevertreter Dieter Gronau und Andreas Hoffmann machen. Jüngstes Beispiel ist nun Sabrina Anlauf. Frau Anlauf ist ganz neu im Gemeinderat und schaut kritisch auf Dinge, die andere inzwischen als selbstverständlich ansehen. So möchte Frau Anlauf beispielsweise nicht, dass Fotos von ihr im Internet erscheinen, schon gar nicht auf der Seite www.schulzendorfer.de. Weiterlesen →

Worum geht es Politikern eigentlich?

In der MAZ vom 1.11.2012 war zu lesen, dass in der Landtagsfraktion der CDU die Wahl der Vizechefin in Frage gestellt wird. Die Wahl soll manipuliert worden sein. Vor wenigen Tagen wurde berichtet, dass bei der Wahl der Bundestagskandidaten vermehrt Eintritte (Familienangehörige?) in die Partei in einem Bezirk verzeichnet wurden und man dies als Beeinflussung der Wahl gewertet hat. Weiterlesen →

Was ist schon Wahrheit? Ein Kommentar

Auf der Internetseite der Gemeinde Schulzendorf steht, dass Michael Wolff im Rechtsstreit um seine Veröffentlichungen auf Schulzendorfer.de verurteilt wurde, falsche Aussagen zu löschen. Wenn ich das richtig deute, wird aus dem Urteil zitiert. Herr Michael Wolff sieht das aber anders. Er sprach in seinem Beitrag vom 23.03.12 vom Maulkorberlass. Weiterlesen →

Maulkorb, Wahrheit, Zensur und Manipulation

Die Schulzendorferin hat folgenden Leserbrief erhalten:

„Liebe Schulzendorferin,

erbost musste ich den Artikel Ausschusssitzung: In der Kitadebatte rastete Bürgermeister Mücke aus! (auf der Internetseite www.schulzendorfer.de, die Red.) lesen. Er ist halt so geschrieben, das die geistig Minderbemittelten mit ihren Kommentaren sich wieder auf „Anti Mücke“ einschießen konnten. Ich wollte dazu was schreiben, leider wurde dieser Kommentar nicht veröffentlicht: Weiterlesen →