Auch ohne Volllast Chaos am BER

Fast ein Jahr ist der BER nun am Netz und obwohl die Fluggastzahlen weit entfernt von dem sind, wofür der BER überhaupt gebaut wurde, schafft der Flughafen keine reibungslosen Flugastabfertigungen. Zum Beginn der Herbstferien zeigte sich am BER das totale Chaos. Fürchterlich lange Schlangen an den Check-In-Schaltern, verpasste Flüge, lange Wartezeiten auf dem Rollfeld. Fluggäste verpassten wegen der Wartezeiten ihre Flüge und mussten neue Flüge buchen. Und das, obwohl sie teilweise mehr als die geforderten zwei Stunden vor dem Abflug am Flughafen waren. Wer ist Schuld? Corona!

Es heißt, die Kontrollen der Impfnachweise haben so lange gedauert. Andere Meinungen zielen auf fehlendes Personal. Der Sprecher der Flughafengesellschaft sah die Verantwortung bei den Fluggesellschaften, die nicht ausreichend Personal an den Check-In-Schaltern hatten. Auch die Wisag soll nicht ausreichend Personal gestellt haben. Die Wisag ist für die Be- und Entladung der Flugzeuge, für die Betankung und für das Rangieren der Maschinen auf dem Rollfeld zuständig. Was hat nun Corona damit zu tun? Waren die Mitarbeiter alle im Homeoffice?

Vielleicht waren die Mitarbeiter einfach nur krank. Nicht mit Corona infiziert, sondern wegen der Arbeitsbedingungen ausgelaugt. Die Verhältnisse am Flughafen sollen für Arbeiter schlecht sein. Schichtbetrieb, lange Schichten ohne angemessene Pausen, hohe Verantwortung ohne entsprechende Ausbildung. Vielleicht sind die Menschen einfach überfordert. Vermutlich muss man mehr Personal einstellen und die Nachtschichten abschaffen. Dann hätte man auch gleich ein funktionierendes Nachtflugverbot.

Flughafenregion will handeln

Der Hauptausschuss in Schulzendorf hat sich für das Strukturkonzept des Dialogforums ausgesprochen. Das Dialogforum ist eine Institution, in der die Kommunen rund um den Flughafen mit der Flughafengesellschaft und der Landespolitik über die Entwicklung der Region diskutieren. Die Mitglieder haben jetzt ein Strukturkonzept für die Region erarbeitet, in dem Ziele für den Verkehr, den Zuzug, die Wirtschaft und der Freiräume formuliert wurden. Diese Ziele sollen nun umgesetzt werden und damit das klappt, sollen die Mitgliedskommunen Beiträge aufbringen und in einen „Entwicklungsfonds“ einzahlen. Mit diesem Geld sollen dann die Projekte angestoßen werden. Soweit die Theorie.

Schön ist es erst einmal, dass sich die Region als Gemeinsamkeit sieht und nicht jeder Ort für sich wurschteln will. Es müssen sich aber Personen finden, die die Projekte anstoßen und betreuen. Mal sehen, wie das in dem Dialogforum funktionieren wird. Bezeichnend ist, dass der Hauptausschuss die Zahlungen an das Dialogforum genehmigt hat. Man hat sogar gleich mehr Geld bereit gestellt, als es notwendig ist. Der Beitrag zum Entwicklungsfonds sollte für Schulzendorf bei nur etwa 6000 € liegen. Der Hauptausschuss hat gleich auf 10000 € erhöht. Der Mitgliedsbeitrag von 1000 € im Jahr war auch kein Problem.

Die Ziele werden nicht unbedingt zu großen Veränderungen in Schulzendorf selbst führen. Projekte, die in der Gegend das Erholungsangebot verbessern oder Fahrradrouten in der Region antreiben, kommen dann doch wieder auch den Schulzendorfern zugute. Also ist das eine gute Sache. Hoffentlich passiert auch bald etwas.

Südbahn wieder in Betrieb

Mit dem Beginn des Oktobers ist wieder die Südbahn des BER in Betrieb. Alle sind gespannt, ob Easyjet weiterhin bei Ostwind die 15 Gradroute nutzen und über Schulzendorf donnern wird. Im Sommer hatte diese Fluggesellschaft erklärt, dass sie nicht mehr die Hoffmannkurve vor Schulzendorf nutzen wird, weil das Manöver nicht regelgerecht zu fliegen sei. Seltsam nur, dass alle anderen Fluggesellschaften die Hoffmannkurve flogen. Nach der Grundsatzerklärung und den tatsächlichen Überflügen von Schulzendorf war die Aufregung groß. Bürgermeister, Bundestagsabgeordnete und Bürger schimpften, beschwerten sich und forderten Lösungen. Im September sollen viele Gespräche stattgefunden haben. Die Flugsicherung, Easyjet und Aufsichtsbehörden mussten an verschiedenen Stellen antreten und sich erklären. Selbst im Landtag wurde darüber gesprochen.

Pünktlich zum Ende September und der nächsten Südbahnnutzung im Oktober erklärte Easyjet über die Presse, dass sie nun nicht mehr über Schulzendorf fliegen werden. In den ersten Tagen des Monats gab es noch keinen Ostwind. Die Einhaltung des Versprechens konnte also noch nicht überprüft werden. Im Oktober soll dazu noch die Sitzung der Fluglärmkommission stattfinden. Was auch immer diese Kommission macht und wofür sie da ist. In diese Sitzung werden große Hoffnungen gesetzt.

Irgendwie weiß niemand, was zukünftig passieren wird. Keiner hat die wirklichen Hintergrundinformationen und keiner der normalen Menschen weiß, warum was passieren wird. Na egal, Hauptsache die Flieger donnern nicht mehr über Schulzendorf.

Morgen ist Wahltag!

Wahlaufruf

Einmal werden wir noch wach, heissa dann ist … Wahltag. Der Bundestag wird neu gewählt, in einigen Gegenden auch Landräte und Bürgermeister. Bis zum Schluss haben die Direktkandidaten und ihre Parteien für sich geworben. Einige haben sich sehr geschickt angestellt, andere haben sich verkalkuliert. Am Sonntag Abend wird man sehen, wie die Wahl ausgegangen sein wird.

Bis dahin gab es lustige Beiträge. Erst in der vergangenen Woche hat die Märkische Allgemeine Zeitung noch einmal die Direktkandidaten des Wahlkreises 62 nach ihren Koalitionswünschen gefragt. Natürlich haben die etablierten Parteien zunächst betont, dass sie sich um ein gutes eigenes Ergebnis bemühen wollen. Die SPD und die Grünen haben schon einen gemeinsamen Weg angedeutet. Die CDU möchte wieder mit der FDP zusammen sein. Davon wollte die FDP aber noch nichts wissen. Als ob die FDP nach dem Koalitionsdebakel nach der letzten Wahl dazu noch irgendetwas sagen sollte.

Die Linken wollen gerne regieren, nur keine möchte sich vor der Wahl zu ihnen äußern.

Die AFD spricht von notwendigen Kompromissfähigkeiten der anderen Parteien. Warum nur? Mit denen will doch so wie so keiner etwas zu tun haben.

Sehr lustig sind die Aussagen der Einzelkandidaten. Sie machen sich tatsächlich darüber Gedanken, wem sie sich anschließen würden. Als ob sie irgendeine Chance hätten, ein Direktmandat zu erhalten. Schön aber, dass sie so idealistisch sind und sich trotzdem zur Wahl stellen. Etwas realitätsfern ist das doch aber schon.

Noch eine Woche bis zur Wahl

Wahlaufruf

Im Fernsehen reiht sich eine Kandidatensendung an die andere, mehr oder weniger gelungene Werbespots werden gezeigt, unendlich viele Wahlplakate hängen an den Laternen und selbst das Rathaus wirbt für den Urnengang. Seit dieser Woche hängt über dem Eingang des Rathauses ein Plakat mit der Aufschrift „wer wählt zählt“. Wahlberechtigte sollen ihr Recht ausüben, wirklich zur Wahl gehen und eine Stimme abgeben. Selbst den Wahlzettel durchstreichen oder alles ankreuzen ist Blödsinn, denn das führt dazu, dass ungeliebte Wahlkandidaten und Parteien im Verhältnis eher mehr Sitze im Bundestag bekommen. Das macht die Wahl aber trotzdem nicht einfach. So richtig klar sind die Unterschiede zwischen den Parteien nicht. Die Wahlaussagen sind sehr allgemein und die Auftritte der Bundeskanzlerkandidaten waren bisher auch eher seltsam. In Erinnerung bleibt sicher noch lange das Bild, in dem die Herren Scholz und Laschet stritten und Frau Baerbock dazwischen stand, mehrmals Luft holte, aber trotzdem nicht zu Wort kam.

Sind die anderen Parteien besser als Grüne, SPD oder CDU? Würde die FDP diesmal doch in eine Koalition einsteigen? Will jemand mit den Linken regieren? Sind Freie Wähler schon so weit, Verantwortung zu übernehmen? Bei den Grünen dauerte es ja auch Jahrzehnte. Oder der Rest? Piraten, Volt usw.?

Ja, stimmt, die AFD wurde bisher nicht erwähnt. Aber mal ehrlich, kann man die AFD wirklich wählen? Gut ist ja, dass keiner der AFD aus Schulzendorf für den Bundestag kandidiert, die würden ja nach wenigen Monaten zurücktreten.

Also, wählen gehen ist wichtig! Und bitte, eine Partei wählen, von der man wenigstens etwas Vernunft erwarten kann.

Nun also doch Dixiklos für die Schule

In der vergangenen Woche hat der Gemeinderat seine Sitzung fortgesetzt und die angefangene Tagesordnung vom ersten September zum Ende gebracht. Das Toilettenthema für die Schulcontainer stand wieder auf der Tagesordnung, obwohl ein Antrag dazu schon einmal abgelehnt wurde. Die beiden Mitglieder der Fraktion Bürgerbündnis, Ramona Brühl und Wolfgang Schröder, wollten sich offensichtlich mit der Niederlage vom August nicht zufrieden geben und stellten wieder einen Antrag für Toilettencontainer in der Schule. Das ist Demokratie, man bringt seinen Vorschlag so oft ein, bis man endlich Erfolg hat. Irgendwann fehlen Sitzungsmitglieder, dann ist das Mehrheitsverhältnis gleich ganz anders.

Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, einen neuen Text zu verfassen. Der Text wurde in der Sitzung aber trotzdem geändert. Nun sollen zwei Toiletten und ein Waschbecken zu den Schulcontainern gestellt werden. Das müssen dann ja doch zwei Dixiklos mit einem Waschbecken davor sein, denn getrennte Toiletten werden dann doch wohl auch jeweils ein Waschbecken haben. Da aber nur ein Waschbecken angeschafft werden soll, ist die Lösung wohl klar. Ob das im Interesse der Eltern ist, ist fraglich.

Überhaupt ist die ganze Maßnahme fraglich. Wenn man verschiedene Menschen dazu befragt, sagen viele, dass die Kinder doch die Toiletten in der Schule benutzen können. Selbst die Eltern der betroffenen Klassen sind nicht alle überzeugt. Ja, es sollen alle eine Unterschriftenliste unterschrieben haben. Aber mal im Ernst. Wenn solch ein Thema höchst emotional während einer Elternversammlung diskutiert wird, da mag man wohl mit einer anderen Meinung nicht gern Spielverderber sein. Am Ende muss es ja jeder selber wissen, ob man sich traut seine Meinung zu vertreten. Ein schiefes Bild ist es trotzdem. Ja und die Gemeinderäte werden sich hüten, den lauten Eltern zu widersprechen. Mit denen möchten man es sich ja nicht verscherzen. Irgendwann wird es wieder eine Wahl geben.

Der Bürgermeister scheint da recht unerschrocken zu sein. Der spricht von Haushaltsdefiziten, Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit, es gäbe keine Verpflichtung, Toiletten aufzustellen und Probleme gäbe es bei den Schülern ohne Toilettencontainer auch nicht. Selbst die Schulleitung soll das gesagt haben.

Warum werden diese Hinweise ignoriert? Ach ja, die Schulleiterin wählt nicht in Schulzendorf.

Die hohe Schule der Meinungsmanipulation

Michael Wolff zeigt der Welt wieder einmal, wie man die Meinung von Menschen manipulieren kann. In den Beiträgen auf seiner Internetseite www.schulzendorfer.de werden Themen fürchterlich aufgebauscht, ohne dass es tatsächlich ein berichtenswertes Ereignis gibt. Dinge werden angedeutet und der Leser verbindet mit den präsentierten Begriffen einen Zusammenhang, den es gar nicht gibt. So funktioniert das: „Schimmel in der Kita?“ Allein diese Frage reicht aus, dass der Leser in seinem Kopf abspeichert, dass es in der Kita Schimmel gibt und alle Kinder gefährdet sind. Weiterlesen →

Wer hat Angst vorm bösen Wolf(f)?

Wer sich mit dem Wolf(f) anlegt muss mit bitteren Konsequenzen leben. Diese Erfahrung musste bereits die Gemeindevertreter Dieter Gronau und Andreas Hoffmann machen. Jüngstes Beispiel ist nun Sabrina Anlauf. Frau Anlauf ist ganz neu im Gemeinderat und schaut kritisch auf Dinge, die andere inzwischen als selbstverständlich ansehen. So möchte Frau Anlauf beispielsweise nicht, dass Fotos von ihr im Internet erscheinen, schon gar nicht auf der Seite www.schulzendorfer.de. Weiterlesen →

Worum geht es Politikern eigentlich?

In der MAZ vom 1.11.2012 war zu lesen, dass in der Landtagsfraktion der CDU die Wahl der Vizechefin in Frage gestellt wird. Die Wahl soll manipuliert worden sein. Vor wenigen Tagen wurde berichtet, dass bei der Wahl der Bundestagskandidaten vermehrt Eintritte (Familienangehörige?) in die Partei in einem Bezirk verzeichnet wurden und man dies als Beeinflussung der Wahl gewertet hat. Weiterlesen →

Was ist schon Wahrheit? Ein Kommentar

Auf der Internetseite der Gemeinde Schulzendorf steht, dass Michael Wolff im Rechtsstreit um seine Veröffentlichungen auf Schulzendorfer.de verurteilt wurde, falsche Aussagen zu löschen. Wenn ich das richtig deute, wird aus dem Urteil zitiert. Herr Michael Wolff sieht das aber anders. Er sprach in seinem Beitrag vom 23.03.12 vom Maulkorberlass. Weiterlesen →

Maulkorb, Wahrheit, Zensur und Manipulation

Die Schulzendorferin hat folgenden Leserbrief erhalten:

„Liebe Schulzendorferin,

erbost musste ich den Artikel Ausschusssitzung: In der Kitadebatte rastete Bürgermeister Mücke aus! (auf der Internetseite www.schulzendorfer.de, die Red.) lesen. Er ist halt so geschrieben, das die geistig Minderbemittelten mit ihren Kommentaren sich wieder auf „Anti Mücke“ einschießen konnten. Ich wollte dazu was schreiben, leider wurde dieser Kommentar nicht veröffentlicht: Weiterlesen →