Dixiklo auf dem Schulhof

Zum Schuljahresbeginn wurden auf dem Schulhof Container aufgestellt, in die drei Klassen einziehen sollen und diese dort bis zur Eröffnung des Schulanbaus unterrichtet werden. Wenn man sich die Baustelle ansieht, könnte man meinen, der Bau dauert noch bestimmt ein ganzes Schuljahr. Jetzt, seit dem die Container stehen, diskutiert man im Gemeinderat, ob zu den Schulcontainern noch Toilettencontainer aufgestellt werden müssen. Vermutlich müssen keine aufgestellt werden, denn wenn es ein Gesetz gäbe, das dies vorschriebe, dann hätte die Gemeinde das doch wohl auch gemacht. Bestimmt hätte sie auch keine Baugenehmigung bekommen, wenn zusätzliche Toiletten Pflicht wären. Trotzdem sind einige Gemeinderäte der Meinung, das dort auch Toiletten aufgestellt werden müssen. Es heißt, dass die Schulleitung auch der Meinung wäre, die Kinder können ruhig den Weg bis zum Schulgebäude oder zur Halle gehen. Andere sagen wieder, es ginge nicht, dass sich die Kinder noch Jacken anziehen müssten um zur Toilette zu gehen. Naja, wenn ein Toilettencontainer auf dem Schulhof stehen würde, müssten sie sich auch Jacken anziehen. Nur der Weg wäre weiter. Es geht also nicht um Jacke an oder aus, sondern um den weiten Weg. Na klar, die Kinder können ja schon nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule gehen oder fahren. Sie müssen mit dem Auto gebracht werden. Da können sie auch nicht 100 m mehr zur Toilette gehen.

Über den Ortsausschuss wurde geschrieben, dass die Schulcontainer schon mehr als geplant gekostet haben. Jetzt sollen noch Toilettencontainer finanziert werden. Vielleicht brauchen die auch noch eine Baugenehmigung. Bestimmt brauchen die aber Wasser und Strom. Und das Abwasser muss ja auch noch entsorgt werden. Müssen die Ausgaben sein, nur weil die Kinder einige Meter mehr laufen müssten? Das ist der Moment, an dem die Totschlagargumente der Gegner kommen: Aber die Kinder sind unsere Zukunft, an den Kindern darf man nicht sparen, die Kinder sind die schwächsten in der Gesellschaft und so weiter. Und schon ist es keine sachliche Diskussion mehr. Natürlich können die Kinder auch 100 m zur nächsten Toilette gehen! Das machen sie am Badesee auch, wenn es da überhaupt eine Toilette gibt. Vielleicht sollten wir Eltern ein wenig runter fahren und unseren Kindern etwas mehr zutrauen. Die kriegen das schon hin und der Staat muss nicht jede Anschaffung leisten, nur damit die Menschen noch bequemer werden. Denn wenn jetzt zusätzlich Geld für Toiletten ausgegeben werden muss, würden dann dafür die Schulzendorfer auf die Straßenbeleuchtung oder auf den Gehweg in der Luxemburgstraße verzichten?

Schulcontainer regen zur Diskussion an

In der vorletzten Woche wurden auf dem Schulhof die Schulcontainer aufgestellt, die notwendig sind, weil der Schulanbau noch lange nicht fertig ist. Drei Klassenräume sollen es sein, die bestimmt nicht für die neuen ersten Klassen bestimmt sind. Es werden also dort Schulkinder einziehen, die die Schule schon einige Jahre kennen. Eltern diskutieren nun darüber, dass die Schulcontainer keine Toiletten haben. Den Schulkindern sei es nicht zuzumuten, die Toiletten im Schulgebäude oder in der Sporthalle zu benutzen. Der Weg sei zu weit. Außerdem könnte es regnen oder stürmen, vielleicht wird es ja auch bald kalt.

Ist das wirklich ein Thema, das zu diskutieren ist? Und außerdem wird es in den Containern viel zu warm. In der Märkischen Allgemeinen Zeitung wird jemand zitiert, der schon einmal in einem Container gearbeitet hat und es war unerträglich. Die Container brauchen also Toiletten und Klimaanlagen. Noch besser wäre es, wenn es noch einen Shuttle zwischen dem Eingangstor des Schulgeländes und den Containern gäbe.Der Weg ist einfach zu weit. Und dann noch die schweren Schultaschen.

Man sollte hier die Kirche im Dorf lassen. Die Container sollen ein Schulhalbjahr stehen. Wenn es schlecht läuft, sogar das ganze Schuljahr. Die Schulkinder werden darunter bestimmt nicht leiden.Ja, es wird kein idealer Zustand sein, aber dramatisch ist es auch nicht.

Oberbesserwisser Joachim Kolberg ist natürlich auch wieder dabei. Bisher hat man von dem Vorsitzenden des Gemeinderats noch nichts über die Schulcontainer sagen hören. Aber jetzt weiß er es natürlich auch, Schulcontainer ohne zusätzliche Toiletten sind schlimm. Er übernimmt ja immer die Meinung der lauten Kritiker. Dass aber Toilettencontainer und Klimaanlagen zusätzliche Kosten verursachen, die nicht notwendig sind, ist ihm doch egal. Als Vorsitzender des Gemeinderats hat er zwar das Wohl der Gemeinde im Auge zu haben. In der Realität wartet er Meinungen anderer ab und schließt sich dem an, was besonders populär klingt. Verantwortung für das Gemeinwohl übernimmt er nie. Klientelpolitik eben.

Einiges neu in Schulzendorf

In Schulzendorf ändert sich ständig etwas. Jetzt wurde das Stromhäuschen an der Illgen- Ecken Rathenowstraße am Kindergarten angemalt. Passend zum Kindergarten „Zum Märchenland“ sind Wald- und Märchenbilder aufgebracht worden und es sieht richtig schön aus. Jedenfalls vielmals besser als der graue Kasten von zuvor oder der Stromkasten in der Richard-Israel-Straße. Hoffentlich werden die Sprayer das Projekt respektieren und nicht ihre dummen Tags darüber sprayen.

Eine weitere Neuerung sind die neuen Straßenschilderpfosten. In der Reuterstraße steht nun der neue Pfosten, der auch gleich den Straßennamen in anderer Schriftform auf dem Schild darstellt.

Auch das sieht schick aus. Offensichtlich treffen nun Künstler Entscheidungen in Schulzendorf und das Ortsbild wird schöner.

Es gibt Gerüchte, dass in der Reuterstraße noch weitere Änderungen vorgesehen sind. Die Birken sollen gefällt werden und anschließend sollen neue Bäume für eine Allee gepflanzt. Zuvor soll aber noch die Straße neu gebaut werden. Zweispurig vom Anfang bis zum Ende soll sie werden, damit der Begegnungsverkehr ohne Probleme möglich sein wird. Das wird ein großes Loch in die Gemeindekasse reißen. Dabei stellt sich die Frage, warum in der Reuterstraße erst kürzlich die Beleuchtung erneuert wurde und jetzt die Fahrbahn gemacht werden soll. Ein weiteres Gerücht sagt, dass eine einzelne Frau aus der Reuterstraße mit besten Kontakten zum Gemeinderat dafür gesorgt hat, dass immer wieder auf die Reuterstraße geachtet wird. Wer weiß schon, was da dran ist?

Sommerpause bei der MAZ?

Leser der Märkischen Allgemeinen Zeitung könnten glauben, dass alle Journalisten der MAZ im Sommerurlaub sind und nur noch Praktikanten für die Veröffentlichung von Beiträgen verantwortlich sind. Na klar, im Sommer ist es nicht einfach, Themen zu finden, über die man schreiben kann. Das geht allen in der Medienbranche so. Aber die Sorgfalt sollte doch bitteschön erhalten bleiben.

Vor einiger Zeit hat die MAZ über die Stiftung Genshagen berichtet und dazu ein Foto von vermutlich Herrn Dr. Koopmann veröffentlicht. Vielleicht sollte mit dem Foto auch etwas anderes gezeigt werden. Jedenfalls war nichts zu erkennen. Gut, vielleicht ist das Foto nichts geworden, aber irgendjemand muss doch noch einmal kontrollieren, ob es sich um das richtige Foto zum Beitrag handelt. Auf dem Foto war nur Nebel.

Unter dem Foto stand „Dr. Martin Koopmann ist geschäftsführenden Vorstand für Politik …“. Selbst die Bildunterschrift hatte einen Fehler.

In der vergangenen Woche zeigten sich weitere Fehler in den Beiträgen. So wurde über die „Sprothalle“ in Schönefeld berichtet. Der Fehler war sogar in der Überschrift, wo schon große Buchstaben verwendet werden. In den weiteren Beiträgen fand man noch weitere Fehler. Offensichtlich wurden die Texte nicht noch einmal Korrektur gelesen. Oder hat man die Stelle eingespart?

Wiezorek wird Bürgermeisterin

Die Wahl in Königs Wusterhausen am 04. Juli hat ein klares Ergebnis hervorgebracht. Michaela Wiezorek wird neue Bürgermeisterin in Königs Wusterhausen.

Der ehemalige und abgewählte Bürgermeister Swen Ennullat hat nicht einmal seine Unterstützer von der Abwahl mobilisieren können. Damals hatten sich noch 5416 Wähler für ihren Kandidaten und gegen seine Abwahl gestemmt, erfolglos. Jetzt zur Bürgermeisterwahl stimmten nur noch 4616 Wähler für ihren Kandidaten. Wo sind die 800 Wähler geblieben? Sie haben Swen Ennullat im Stich gelassen, denn hätten 800 Wähler nicht für Michaela Wiezorek , sondern für Swen Ennullat gestimmt, wäre es zur Stichwahl gekommen. Na klar, diese Rechnung ist unseriös, denn man weiß ja nicht, ob die 800 Stimmen für Wiezorek damals für Ennullat gezählt werden konnten. Ein schönes Rechenbeispiel ist es aber trotzdem.

Tatsache ist, 800 Wähler, die damals für Ennullat gestimmt haben, haben es jetzt nicht mehr getan. Warum?

Der Wahlkampf wurde von Ennullat geschickt geführt. Er war in den Ortsteilen unterwegs, hat recht gute Plakate aufhängen lassen und in den sozialen Medien wurde teilweise aggressiv für ihn geworben. Es hat nicht gereicht, eine Mehrheit wollte ihn nicht mehr als Bürgermeister.

Michaela Wiezorek wird nun ihren Stuhl im Rathaus tauschen und ab dem 19. Juli ihr neues Amt antreten. Man kann ihr nur wünschen, dass sie sich aus den Kämpfen im Stadtrat heraushalten kann und mit sachlicher Arbeit überzeugt.

Morgen ist es soweit

Königs Wusterhausen wählt einen/eine Bürgermeister/Bürgermeisterin. Der Wahlkampf ist vorbei, die Kandidaten haben sich mehr oder weniger ernstzunehmen präsentiert. Die Bewerber Uhlworm und Franke werden abgeschlagen sein und keine Rolle spielen. Frau Uhlworm hat es nicht geschafft, andere Themen als Gleichberechtigung, was natürlich sehr wichtig ist, zu besetzen. Herrn Franke wird man spätestens nach dem Vorschlag, in Königs Wusterhausen Pferdetränken anzulegen, nicht mehr ernst nehmen.

Herr Ennullat hat sich geschickt als erfahrener „schon einmal in dem Amt Gewesener“ präsentiert. Warum er aber abgewählt wurde, wenn er doch der geeignete Bürgermeister ist, wurde nicht so richtig klar. Vielleicht wissen wirklich nur wenige Wähler, dass es sich hier nicht um eine Wiederwahl nach dem Ablauf einer Amtszeit handelt, sondern um den Versuch, nach einem Scheitern wieder ins Amt zu gelangen. Somit sind die Chancen gar nicht schlecht.

Frau Wiezorek hat sich bemüht, sich als Lenkerin zu präsentieren. Es ist ihr nur selten gelungen, das Gefühl, sie wird nur das umsetzen, was ihr die etablierten Parteien im Stadtrat sagen, wird man schwer los.

Was kann dann noch gewählt werden. Die KWer werden es schon richten. Wenn sie nicht auf die Idee einer Abwahl kommen, müssen sie ihre Wahl dann auch acht Jahre aushalten.

Spannend ist noch, kommt es zu einer Stichwahl oder nicht. Hoffentlich werden die Wähler nicht wahlmüde und gehen dann nicht mehr zur Bundestagswahl.

Die hohe Schule der Meinungsmanipulation

Michael Wolff zeigt der Welt wieder einmal, wie man die Meinung von Menschen manipulieren kann. In den Beiträgen auf seiner Internetseite www.schulzendorfer.de werden Themen fürchterlich aufgebauscht, ohne dass es tatsächlich ein berichtenswertes Ereignis gibt. Dinge werden angedeutet und der Leser verbindet mit den präsentierten Begriffen einen Zusammenhang, den es gar nicht gibt. So funktioniert das: „Schimmel in der Kita?“ Allein diese Frage reicht aus, dass der Leser in seinem Kopf abspeichert, dass es in der Kita Schimmel gibt und alle Kinder gefährdet sind. Weiterlesen →

Wer hat Angst vorm bösen Wolf(f)?

Wer sich mit dem Wolf(f) anlegt muss mit bitteren Konsequenzen leben. Diese Erfahrung musste bereits die Gemeindevertreter Dieter Gronau und Andreas Hoffmann machen. Jüngstes Beispiel ist nun Sabrina Anlauf. Frau Anlauf ist ganz neu im Gemeinderat und schaut kritisch auf Dinge, die andere inzwischen als selbstverständlich ansehen. So möchte Frau Anlauf beispielsweise nicht, dass Fotos von ihr im Internet erscheinen, schon gar nicht auf der Seite www.schulzendorfer.de. Weiterlesen →

Worum geht es Politikern eigentlich?

In der MAZ vom 1.11.2012 war zu lesen, dass in der Landtagsfraktion der CDU die Wahl der Vizechefin in Frage gestellt wird. Die Wahl soll manipuliert worden sein. Vor wenigen Tagen wurde berichtet, dass bei der Wahl der Bundestagskandidaten vermehrt Eintritte (Familienangehörige?) in die Partei in einem Bezirk verzeichnet wurden und man dies als Beeinflussung der Wahl gewertet hat. Weiterlesen →

Was ist schon Wahrheit? Ein Kommentar

Auf der Internetseite der Gemeinde Schulzendorf steht, dass Michael Wolff im Rechtsstreit um seine Veröffentlichungen auf Schulzendorfer.de verurteilt wurde, falsche Aussagen zu löschen. Wenn ich das richtig deute, wird aus dem Urteil zitiert. Herr Michael Wolff sieht das aber anders. Er sprach in seinem Beitrag vom 23.03.12 vom Maulkorberlass. Weiterlesen →

Maulkorb, Wahrheit, Zensur und Manipulation

Die Schulzendorferin hat folgenden Leserbrief erhalten:

„Liebe Schulzendorferin,

erbost musste ich den Artikel Ausschusssitzung: In der Kitadebatte rastete Bürgermeister Mücke aus! (auf der Internetseite www.schulzendorfer.de, die Red.) lesen. Er ist halt so geschrieben, das die geistig Minderbemittelten mit ihren Kommentaren sich wieder auf „Anti Mücke“ einschießen konnten. Ich wollte dazu was schreiben, leider wurde dieser Kommentar nicht veröffentlicht: Weiterlesen →