Warum will man Bürgermeister sein?

Die Märkische Allgemeine Zeitung hatte über Uwe Malich berichtet, der sein Bürgermeisteramt nach der Wiederwahl in 2017 niederlegen wollte und jetzt seinen Antrag auf Versetzung in den Ruhestand zurückgezogen hat. Was hat ihn dazu bewogen, sich weiterhin dem Amt zu stellen?

In dem Artikel wird beschrieben, dass Uwe Malich nach mehreren Schlaganfällen, einem Fahrradunfall und anderen gesundheitlichen Einschränkungen nun doch weiter Bürgermeister bleiben will. Er ist jetzt in seiner dritten Amtszeit. Es steht ihm jetzt noch eine große Operation bevor, nach dem Ergebnis wird er sich endgültig entscheiden. Nach dem einst verkündeten Rücktritt muss er sich doch schon auf die Ruhezeit eingerichtet haben. Und doch meldet er jetzt wieder seinen Anspruch auf das Amt an.

Vielleicht hat er erfahren, wer sich an seiner Stelle um das Amt bewerben möchte und traut den Bewerbern die Eignung nicht zu.

Vielleicht denkt er einfach nur, ohne ihn läuft der Laden nicht.

Vielleicht will er andere Kandidaten aus politischen Gründen verhindern.

Vielleicht haben Investoren angekündigt, ohne Malich werden sie sich zurück ziehen.

Was ist das eigentlich für eine große Operation, deren Ergebnis man erst einmal abwarten muss? Ist nicht schon allein eine große Operation ein Grund, sich zurück zu ziehen?

Bei Mitgliedern im Gemeinderat Schulzendorf merkt man schon ohne große Operationen den Verfall, der Rücktritte erforderlich machen müsste. Warum will man Bürgermeister sein?

Diese Frage wurde auch den Kandidaten der Bürgermeisterwahl in Schulzendorf in 2017 gestellt. Die Antworten wirkten nicht überzeugend, wenn man berücksichtigt, was in Schulzendorf los ist. Der Gemeinderat verschleppt Entscheidungen, wenn sie vom Bürgermeister gefordert werden. Einzelne Gemeinderäte pöbeln in den Sitzungen und können sich nicht benehmen. Es werden Entscheidungen getroffen, die sinnfrei sind. Ein Internetakteur hetzt über den Bürgermeister und gibt anderen Proleten ein Podium zum Mitpöbeln. Macht das Spaß? Jeder vernünftige Mensch fragt sich doch, warum der Bürgermeister Mücke sich das noch antut. Es ist schon erstaunlich, wie die permanenten Angriffe bei ihm abprallen. Oder hat er etwa einen Coach oder Mentaltrainer?

Im nächsten Jahr wird der Gemeinderat neu gewählt. Die vor vier Jahren angetretenen Kandidaten haben die Machtübernahme in der Gemeinde in der vergangenen Zeit nicht geschafft. Sie haben zwar ein Chaos im Gemeinderat geschaffen, aber im Ort ist das doch spurlos vorbei gegangen. Hoffentlich werden die zukünftigen Gemeinderäte vernünftig sein und sich wieder um die eigentliche Arbeit kümmern. Dann wird auch bestimmt der Bürgermeisterjob Spaß machen.

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein Bürgermeisteramt ist nicht für den Spassfaktor geeignet. Hier muss anständig gearbeitet werden.vorallem erwarte ich von einem Bürgermeister, dass er die Bürger nicht anlügt.
    Er sollte auch nicht für Artikel in der maz Pate stehen. Sein Stil und seine Wortwahl ist erkennbar

    • Dieser Kommentar ist grenzwertig. Die Andeutung, dass der Bürgermeister Malich die Bürger anlügen würde, entbehrt jeglicher Grundlage. Zukünftig werden Kommentare dieser Qualität hier nicht mehr veröffentlicht. Dafür gibt es Schmuddelseiten, die für dieses Niveau eher geeignet sind.

    • Liebe Leserin, DIE SCHULZENDORFERIN hebt sich von anderen ab, in dem sie die Dinge klar ausspricht. Das erwarten wir auch von denen, die hier Kommentare abgeben. Wenn Sie etwas zu sagen haben, dann tun Sie das klar und deutlich mit entsprechenden Belegen und äußern sich respektvoll und mit Achtung.

  2. Ganz klar und deutlich
    Die Beleuchtung in der Fritz Reuter Str funktioniert- Aussage Herr Mücke zur letzten gv-sitzung und nachzulesen im aktuellen Gemeindekurier und schulzendorf seiten im Internet
    Er sollte erst mal gucken kommen und dann solche Behauptungen in die Welt setzen.

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