Der Bürgermeister hat sich über’s Ohr hauen lassen

 

Vollmundig klang es aus dem Rathaus „in diesem Jahr fällt der Winter aus“ (Die Schulzendorferin berichtete) und nun hat es schon zweimal geschneit. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde bekannt, dass sich der Vertragspartner der Gemeinde nicht an die Absprachen gehalten hat. Abgemacht war, die Schneewolken vor Schulzendorf nach Norden abzulenken. Das hat ja nun nicht funktioniert. Schulzendorfer, die sich auf die Aussage des Bürgermeisters verlassen und keine Schneeräumfirma beauftragt haben, schauen nun dumm aus der Wäsche. Sie mussten nun selbst streuen. Die zugezogene Gudrun W. ist empört, „hätte ich das gewusst, wäre ich niemals nach Schulzendorf gezogen“.

Die Gemeindevertretung denkt über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses nach, um aufklären zu können, wie hoch der Schaden für die Gemeinde nun ist. Man spricht von einem sechs stelligen Betrag. Der Bürgermeister stand für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung. Aus dem neuen Pressezentrum der Gemeinde kam nur eine allgemeine Presseverlautbarung. „Man wird der Sache nachgehen und sie aufklären.“ In diesem Stil wurde die Öffentlichkeit schon immer abgespeist.

Einen Vorteil hatte der Schneefall allerdings. Man konnte erkennen, dass die Fahrbahnheizung (Die Schulzendorferin berichtete) in den neuen Straßen funktionierte. Kaum war der Schnee gefallen, schmolz er sogleich. Diese Investition hat sich also gelohnt.

 

Uwe, die Schulzendorferin

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Gerade eine schriftliche Beschwerde an Frau Holle via Wolkenpost geschickt,
    macht HIER in Schulzendorf denn JEDER was ER will.
    BITTE keinen Schnee,
    die Kinder DÜRFEN nicht am Abhang rodeln ,
    sie müssen jetzt schon lernen,
    das der Abhang umgesiedelt werden muß.

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