Straßenbau wird nicht fertig

Das war doch allen klar, die vollmundigen Versprechen des Bürgermeisters werden nicht eingehalten. Immer wieder hat er verkündet, dass das ehrgeizige Projekt „16 Kilometer Straßenbau“ rechtzeitig und pünktlich im Jahr 2014 fertig wird. Man sieht es ja jetzt, vor dem Winter wird es nichts. Gartenstraße, An der Aue, Coburger Straße usw., Schlammlöcher und von Baufahrzeugen aufgewühlte Pisten zeigen sich. Pflastersteine findet man nur auf den Paletten auf den Baustellen. Warum sollte der Bürgermeister besser sein, als die vom Flughafen. Gut, das Ende ist absehbar, aber eben nicht in 2014. Der korrigierte voraussichtliche Endtermin ist der 31. März 2015. Allerdings nur, wenn der Winter mild wird.
Die Gemeinderäte sind sauer. Herbert Buhrmeister soll gesagt haben, dass es nur einen Bürgermeister in Schulzendorf geben kann, Mücke sei es nicht. Seine Straßen wären immer rechtzeitig fertig geworden. In der CDU grummelt es auch. Man fürchtet, dass selbst die 22 Mio €, die für das Projekt eingeplant waren, nicht ausreichen werden. Hinter vorgehaltener Hand spricht man bereits von 34 Mio €. Die SPD soll verbreitet haben, es war ja nie gesagt worden, welcher 30. November als Beendigungstermin genannt wurde. Die neuen im Gemeinderat „Schulzendorf Pur“ wussten gar nicht, dass Straßen gebaut werden. Nur die vom Bürgerverein freuen sich. Sie seien ja schon immer gegen den Straßenbau gewesen und jetzt bleibt wenigstens alles so wie es war.
In Pressekreisen wird getuschelt, dass der Investigativreporter Michael Wolff wieder an einer ganz großen Sache dran wäre. Er hätte schon geheime Dokumente gesichtet, die beweisen, dass die Bauverzögerung absichtlich hervorgerufen wurde. Der Bürgermeister soll seine Finger mit im Spiel haben und wieder einmal Gelder unterschlagen haben. Die Topinformationen habe Michael Wolff für viel Geld von einem geheimnisvollen Mann erhalten. Dieser geheimnisvolle Mann fährt häufig auf einem Geländefahrrad mit Patronengürtel bekleidet und nietenbesetztem Basecap und Lederjacke durch den Ort. Michael Wolff soll diese seriöse Quelle ganz clever abgeschöpft haben, der Teufelskerl.
Es wird getuschelt, der Gemeinderat soll an einer Klage gegen den Bürgermeister arbeiten, die dann vor dem Europäischen Gerichtshof eingereicht werden soll. Hans-Joachim Kollberg kenne da jemanden, der das schon machen wird.
Was für ein Glück, dass wenigstens die Gemeinderäte aufmerksam sind.

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