Keine Zeit für die normale Arbeit

Der Gemeinderat hat wieder seine Arbeit aufgenommen, aber irgendwie auch nicht. In der zu Ende gehenden Woche sollte der Sozialausschuss tagen, die Sitzung viel aus. Bereits vor etwa zwei Wochen fand diese eigenartige Sondersitzung des Sozialausschusses statt, bei der die Gemeinderäte ergebnislos über Hortplätze debattiert hatten, so hatte man offensichtlich keinen Gesprächsbedarf mehr in dieser Woche. Dafür fand aber der Bauausschuss statt. Am Mittwoch wollte man über die Baumschutzsatzung, über Straßennamen im Ritterschlag, über eine Beleuchtung an der Miersdorfer Straße, wo keiner wohnt, und über die Beleuchtung in der Reuterstraße sprechen. Gesprochen hat man kaum.

Die Änderungswünsche der Baumschutzsatzung konnten nicht vorgetragen werden, weil diese noch nicht in den Fraktionen besprochen wurden. Warum stand der Tagesordnungspunkt auf der Tagesordnung? Was will man überhaupt ändern? Nichts wurde dazu vorgetragen.

Welche Rolle spielt dabei der Vorsitzende? Das muss man sich mal vorstellen, der Vorsitzende legt eine Tagesordnung fest, ruft den Tagesordnungspunkt auf und hat sich nicht einmal so vorbereitet, dass er weiß, wer dazu etwas vorzutragen hat. Anders formuliert, also keine Vorbereitung!

Ähnlich ging es wohl bei der Frage nach den Straßennamen, die im Ritterschlag vergeben werden sollen. Seit bestimmt drei Monaten ist das ein Thema. Vorschläge wurden vorgelegt, die haben nicht gefallen, man wollte etwas selbst erarbeiten und nichts ist dabei heraus gekommen. Man hat eine Gruppe gebildet, die sich jetzt darum kümmert. Tolle Leistung, wer nicht mehr weiter weiß, bildet einen Arbeitskreis.

Über die Beleuchtung der Miersdorfer Straße, hat wohl nur die Verwaltung etwas vorgetragen. Aber auch da muss noch nachgeliefert werden.

Der einzige Beschluss der Sitzung, als hätte man es nicht schon vermutet, wurde wieder einmal nicht gefasst. Es ging um die Beleuchtung in der Reuterstraße. Erst wurde ein Konzept entwickelt, das fanden alle gut, dann hat jemand das Konzept kritisiert, ein neues Konzept wurde erstellt, da sind wieder die Lampen zu hoch und es soll nachgebessert werden. Wie schon erwähnt, eine Entscheidung wurde nicht getroffen.

Nur zum Schluss hat die Verwaltung vorgetragen, was sie in der Zwischenzeit erledigt hat. Die haben wohl keinen Urlaub gemacht.

Und warum haben die Gemeinderäte nun keine Entscheidungen getroffen? Waren sie etwa zu sehr mit dem Wahlkampf beschäftigt? Immerhin sind ja vier Bürgermeisterkandidaten im Gemeinderat und weitere Gemeinderäte und berufene Bürger unterstützen ja ihre Kandidaten. Da hat man eben keine Zeit, sich um die Belange der Gemeinde zu kümmern.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Zur Beleuchtung fritz Reuter str.
    Hier konnte der ortsentwicklungsausschuss nicht entscheiden
    Die verwaltung herr Sonntag und Herr Mücke haben für die Anwohner unbekannte Projektplanungen zur Beschlussfassung vorgelegt.
    Auf einmal geht man im Rathaus von einem straßenausbau auf 4 m in ferner Zukunft für die fritz reuter str. aus.
    Dies sollte klamm heimlich durch das neu vorgelegte beleuchtungskonzept abgesegnet werden.
    Mit den Anwohnern wurde in der 2. Anliegerversammlung vor Ort etwas anderes beschlossen
    Nachfrage bei der herstellerfirma ergab einen maximalen Leuchten Abstand von 38 m bei 4 m Breite und mehr bei der derzeitigen strassenbreite.
    Diese Fakten sollen im Hauptausschuss am 6.8. 2017 nochmals geklärt werden.
    Also lieber Herr sonntag lieber Herr Mücke bitte bei der Wahrheit bleiben

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