Im Gemeinderat brodelt es

Der Gemeinderat trat am Mittwoch wieder einmal zu einer nichtöffentlichen Sitzung zusammen. Diesmal ging es um einen Strafantrag wegen der Weitergabe von Geheimnissen. Vor einer Woche hat man nichtöffentlich eine Personalentscheidung getroffen. Wenn die beiden Themen zusammengehören, dann hat wohl der, der gefeuert werden soll, Geheimnisse verraten und nun soll er angezeigt werden. Vielleicht hat das alles aber auch mit dem Investigativjournalisten Michael Wolff zu tun. Denn am Freitag erschien auf der Homepage der Gemeinde eine „notwendige Richtigstellung“. Der Schmierfink Michael Wolff, der in Schulzendorf in der Kölner Straße wohnen soll, hat wieder einmal wirres Zeug auf seiner Internetseite veröffentlicht. Der Gemeinderat stört sich an einem Beitrag, in dem Wolff informiert, dass der Bürgermeister Aufwandsentschädigungszahlungen nicht mehr in voller Höhe an die Feuerwehrleute zahlen möchte, obwohl die Zahlungen aber gesetzlich geregelt sein sollen. Dem Bürgermeister kann man vielleicht einiges nachsagen, aber, dass der etwas rechtswidriges macht, glaubt doch kein Mensch. Der achtet doch immer penibel darauf, dass nur alle Regeln und Gesetze eingehalten werden. Ob es sich um die Umgangs- und Ablaufregeln in Gemeinderatssitzungen oder um Sportförderungen, Parkverbote oder Raummieten handelt. So mancher hat sich schon an der buchstabengetreuen Gesetzesauslegung des Bürgermeisters gestört. Dass der nun den Feuerwehrleuten etwas nicht zahlen will, was ihnen per Gesetz zusteht, ist absurd.

Die Gemeinderäte wurden von Michael Wolff noch dazu verdächtigt, mit Mücke gemeinsame Sache zu machen. Da ist denen wohl der Kragen geplatzt und sie haben einen entsprechenden Text veröffentlicht. Am Ende heißt es, es sei eine Schande, wie Wolff mit seinen Texten auf seiner Internetseite die Leute manipuliert.

Mal ganz im ernst, wer oder was ist eigentlich Michael Wolff? Wie sehr braucht die Welt Texte von Michael Wolff aus der Kölner Straße? Hat Michael Wolff bisher irgendetwas Vernünftiges im seinen Leben geschaffen? Seine Meinung ist so wichtig wie ein Statement von Nico Schulz (Fußballer von Borussia Dortmund) über die wirtschaftlichen Auswirkungen in der Gesellschaft durch die Coronapandemie. ( Entschuldigung lieber Nico Schulz, dir wird man wahrscheinlich noch mehr Aufmerksamkeit schenken als Michael Wolff)

Den Lesern, die das Geschreibsel von Wolff noch immer ernst nehmen, kann man wohl auch nicht mehr helfen.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Die Einschätzung von Schulzendorfer.de teile ich weitgehend. Aber leider gibt es zwei Punkte, die erwähnt werden sollten.
    Herr Wolff sammelt natürlich auch Daten, die zur Profilbildung der Kommentatoren beitragen und an Abnehmer wie Cambridge Analytika verkauft werden können. Wie man weiß, wurden Wahlen und Abstimmungen davon beeinflußt: Brexit, Trump-Wahl und weitere.
    Zum anderen bewirkt meiner Meinung nach die Zwietracht und die üblen Nachreden, die durch seine Kommentatoren, die teilweise nur Aliasse von Herrn Wolff sind, eine Unzufriedenheit, die genau in die Strategie der Populisten passt und wie sie Steve Bannon in den westlichen Demokratien befördert.
    Schließlich wird das Erscheinungsbild und das Ansehen Schulzendorfs auch durch schulzendorfer.de beeinflußt. Wie werden sich die hunderte kürzlich Zugezogenen fühlen, wenn sie die unterirdischen Kommentare von Lärmgegner, Petra, besorgte Mutti und vielen weiteren lesen?
    Ganz zu schweigen von dem älteren Herrn aus KW, der philosofischen Müll verbreitet.

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