Gemeinderat verhandelt stundenlang

Der Gemeinderat ist am Mittwoch zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammengekommen und wollte elf Beschlüsse fassen. Am Ende hat er nur über zwei Anträge abgestimmt. Einer der beiden Beschlüsse wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt. Es ging dabei um eine Personalentscheidung, so lautete jedenfalls der Tagesordnungspunkt. Der Gemeinderat entscheidet auf Vorschlag des Bürgermeisters über die Einstellung und Kündigung von Führungskräften. Eine Personalentscheidung wäre eine Entscheidung über Einstellung oder Kündigung. In den vergangenen Wochen waren keine Stellenangebote in Schulzendorf für Führungspositionen bekannt. Folglich muss es sich um eine Entlassung gehandelt haben.

Plant der Gemeinderat eine Abwahl des Bürgermeisters wie in Königs Wusterhausen? Von besonderen Streitigkeiten zwischen dem Gemeinderat und dem Bürgermeister konnte man nichts hören. Aus Gemeinderatskreisen heißt es eher, seit dem Herbert Burmeister nicht mehr im Gemeinderat ist, wird sachlicher diskutiert. Vermutlich hat der Bürgermeister dem Gemeinderat die Entlassung eines Mitarbeiters aus der Führungsebene vorgeschlagen. Nur um wen handelt es sich?

Zur Auswahl stehen der Kämmerer Herr Reech, der Bauamtsleiter Herr Sonntag und die Personal- und Sozialleiterin Frau Wieczorek, die allerdings erst vor wenigen Monaten eingestellt wurde. Aus dem Kreis der Gemeinderäte drang nichts nach außen. In der Öffentlichkeit wird heiß spekuliert. Einige glauben sogar, dass der Gemeindefeuerwehrchef entlassen werden soll.

Die Gemeinderäte sollen jedenfalls mehrheitlich zugestimmt haben. Da es nicht einstimmig war, ist die Entscheidung wohl umstritten und der betroffene Mitarbeiter wird bestimmt in der nächsten Zeit von anderen öffentlich Unterstützung bekommen. Denn wenn er mit seiner Entlassung nicht einverstanden ist, was man vermuten kann, wird er versuchen, über andere Kanäle Druck aufzubauen. Das ist dann der Zeitpunkt, ab dem schmutzige Wäsche gewaschen wird. Schulzendorf steht ein interessantes Weihnachtsfest bevor.

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  1. Appell: Angesichts des anhaltend hohen Infektionsgeschehens appelliert die Landesregierung eindrücklich an alle Bürgerinnen und Bürger, Kontakte in den sieben Tagen vor geplanten Familientreffen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren („Schutzwoche“).

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