Bürgermeister keift gegen Michael Wolff

Der neue Gemeinderat hat mit seiner Arbeit begonnen und die ersten Sitzungen abgehalten. Im Sozialausschuss hat die CDU über „Mobbingvorwürfe an der Grundschule“ diskutieren wollen. Sie beruft sich dabei um Beiträge, die Michael Wolff, selbsternannter Investigativjournalist und Betreiber der Internetseite schulzendorfer.de, auf seinem Internetblog veröffentlicht hat. Dort berichtet er von Eltern, die behaupten, Lehrer würden Schüler mobben. Interessant ist dabei, die Schulleitung soll keine Kenntnis solcher Vorfälle haben. An die Schulleitung habe sich kein Elternteil mit solchen Vorwürfen gewandt. In der Märkischen Allgemeinen Zeitung stand kürzlich, dass das Ministerium Hinweise auf Mobbing an der Grundschule erhalten habe, geprüft und festgestellt habe, dass es keine Mobbingfälle gäbe. Trotzdem präsentiert Michael Wolff immer wieder Fälle, die von anonymen Bloggern kommentiert werden. Konkrete Angaben über Personen werden nicht gemacht. Seltsam ist, Eltern vermeintlich gemobbter Kinder wenden sich nicht an die Schulleitung, um sich über Lehrer zu beschweren, sondern richten sich an Michel Wolff. So sieht es jedenfalls aus. Und genau das findet der Bürgermeister wohl auch eigenartig. Er soll die Seriösität der Informationsquelle „schulzendorfer.de“ in Zweifel gezogen haben und unterstreicht dies damit, Michael Wolff sei schon mehrfach verurteilt worden, unwahre Tatsachenbehauptungen von seiner Internetseite zu nehmen. Das soll er sogar wörtlich in der Sitzung gesagt haben.

Wer so sehr von Langeweile geplagt ist und sich tatsächlich einmal schulzendorfer.de aufruft, erkennt sehr schnell, dass sich da wohl nur ein frustrierter Wendeverlierer und Versager verbal austobt. Es wird sogar behauptet, dass Michael Wolff viele der Kommentare selbst schreibt und reale Kommentare nicht veröffentlicht, wenn sie ihm nicht in den Kram passen. Ernst nehmen kann man Michael Wolff und seine Beiträge ja nicht. Warum aber springt die CDU da auf und entblödet sich nicht, sich dieses Themas anzunehmen. Wenn es denn tatsächlich Mobbingvorfälle gäbe, ist es doch wohl eine Angelegenheit der Schule, des Schulamtes und der Aufsichtsbehörden, aber überhaupt nicht Sache des Gemeinderats.

Der Bürgermeister hat wohl zu recht eine klare Ansage gemacht.

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