Bewegung in den Nachbargemeinden

Jetzt ist es entschieden, der Bürgermeister von Wildau hört auf. Uwe Malich erklärt nach einer weiteren schweren Operation doch den Rücktritt. Malich hatte im Sommer seinen Rücktritt vom Rücktritt verkündet und seine politische Laufbahn von einer damals bevorstehenden Operation abhängig gemacht. Diese Operation ist wohl nicht so gut gelaufen, jedenfalls hat er nun den endgültigen Rücktritt erklärt. Keiner weiß, was ihn zu diesem hin und her getrieben hat und keiner weiß, warum er seinen Rücktritt über eine Wochenzeitung verkündet hat. Üblicherweise werden solche Nachrichten direkt an die Presse geschickt. Die Märkische Allgemeine Zeitung hat die Neuigkeit auch nur über die besagte Wochenzeitung erfahren.

In Zeuthen übernimmt der Gemeinderat die Gewalt über den Bürgermeister Herzberger. In der Zeitung war zu lesen, dass der Gemeinderat dem Bürgermeister vorschreiben wird, wie er in der Gesprächsrunde „Dialogforum“ abzustimmen hat. Das ist ein Treffen von Kommunen, die mit der Flughafengesellschaft über den BER diskutieren. Eigentlich sind die Gespräche geheim, aber der Gemeinderat wird wohl mit einem Ohr an den Sitzungen teilnehmen. Schon bei der Diskussion um Altanschließerbeiträge hat der Gemeinderat Zeuthen dem Bürgermeister das Stimmverhalten vorgegeben. Wird das zur Gewohnheit und der Bürgermeister zu einer Marionette?

In Königs Wusterhausen tagt der Stadtrat in etwa wie der Gemeinderat in Schulzendorf. Die Tagesordnung ist entweder sehr voll oder ganz kurz. Tagesordnungspunkte werden in der Sitzung wieder gestrichen, vertagt oder verschoben. Auch bereits gefasste Beschlüsse werden wieder aufgehoben und anders beschlossen.

In Schulzendorf findet in der kommenden Woche wieder eine Ausschusssitzung statt. Die ist diesmal ziemlich kurz. Drei Satzungen sollen beschlossen werden. Jede Wette, es wird ewig diskutiert und keine Satzung wird an dem Abend beschlossen!

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Zu Zeuthen: dass einem Repräsentanten der Gemeinde von ebenjener Gemeinde ein Votum für ein Gemeinde-übergreifendes Gremium mitgegeben wird, halte ich für völlig legitim. Ihrer Logik folgend ist jedoch auch jeder Gemeindevertreter eine Marionette, bringt er doch Wünsche oder Anliegen seiner Wähler in die Gemeindevertretung. Finde ich ziemlich ok..

Kommentar schreiben

%d Bloggern gefällt das: